Worauf Handwerksbetriebe bei der Auswahl ihres Steuerberaters achten sollten. (Teil 1/2)

So finden Sie den passenden Steuerberater für Ihr Unternehmen.

Zur Übersicht Lars von myCraftnote | 05. September 2018

Steuerberater für Handwerksbetriebe: Worauf kommt es an?

Für größere Unternehmen gehört die Einbindung einer Steuerberatungskanzlei, die auf die jeweilige Branche spezialisiert ist, in der Regel zu den unternehmerischen Selbstverständlichkeiten. Anders sieht es bei KMU, Start-ups, Existenzgründern und Solo-Selbstständigen aus. Oft herrscht hier die Ansicht vor, dass eine allgemeine steuerrechtliche Beratung ausreicht, die jeder Steuerberater erbringen kann.

Wer bereits einen Handwerksbetrieb führt oder sich als Handwerker selbstständig machen möchte, ist jedoch gut beraten, wenn ihm ein erfahrener Experte zur Seite steht, der über branchenspezifisches steuerrechtliches Know-how verfügt. Doch welche Vorteile bieten sich damit und worauf sollten Sie bei der Auswahl Ihres Steuerfachmanns achten? Wir haben die wichtigsten Aspekte und hilfreiche Tipps nachfolgend für Sie zusammengestellt.

Steuern sparen: Kosten senken, Gewinne erhöhen

Egal, ob Sie beispielsweise als Klempner, Schreiner, Maler, Dachdecker oder Bäcker unternehmerisch aktiv sind, effizientes Arbeiten erweist sich heute als wichtiger denn je, um das wirtschaftliche Überleben sicherzustellen. So wächst der Konkurrenzdruck stetig – auch durch Billiganbieter, Franchise-Ketten und die Schnäppchenmentalität vieler unserer Zeitgenossen.

Beim Thema Steuern sollten Sie deshalb nichts dem Zufall überlassen, sondern einen spezialisierten Berater engagieren, der die relevanten Steuergesetze stets im Blick behält. So gibt es für das Handwerk zahlreiche steuerrechtliche Besonderheiten, die es ermöglichen, die Steuerlast zu senken, langfristig bares Geld zu sparen und die Gewinne somit zu erhöhen. Zugleich verschaffen Sie sich dank niedrigerer Kosten einen Vorteil gegenüber konkurrierenden Unternehmen.

Zeitaufwendige, fachfremde Aufgaben auslagern: mehr Zeit für Kunden

Wenn Sie Ihrem Steuerberatungsbüro Aufgaben wie etwa die Lohn- oder Finanzbuchhaltung übertragen, resultieren daraus natürlich Kosten. Dennoch kann es sinnvoll sein, solche zeitintensiven, regelmäßigen Arbeiten auszulagern, die nichts mit Ihrem Kerngeschäft zu tun haben. Dazu gehört auch die Erstellung des Jahresabschlusses, der aufgrund der vielschichtigen Rechtslage außerdem viele Klippen enthält, die Laien oft nicht sicher umschiffen können.

Mit der Hinzuziehung eines versierten Steuerfachmanns verschwenden Sie keine Energie für lästige Nebentätigkeiten und steigern damit zugleich Ihre Arbeitseffizienz, da Sie Zeit gewinnen für die Erledigung von Aufträgen Ihrer Kunden. Im Ergebnis eröffnet die Delegierung zeitfressender Aufgaben somit die Chance auf höhere Einnahmen, sodass sich ein vorteilhaftes Kosten-Nutzen-Verhältnis ergibt.

Langfristige Zusammenarbeit empfehlenswert

Wer langfristig mit einer auf das Handwerk spezialisierten Steuerberatungskanzlei zusammenarbeitet, kommt in den Genuss von weiteren Vorteilen. Da die Experten den Betrieb kontinuierlich betreuen, können sie beispielsweise frühzeitig Alarm schlagen, wenn sich anhand der Kennzahlen eine finanzielle Schieflage abzeichnet. Sie leisten Hilfestellung wie etwa mit der Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben und Prüfung auf Einsparpotenziale. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Handwerker und Steuerkanzlei bildet dabei die Basis.

Allerdings benötigt fast die Hälfte der Betriebe zwei Anläufe, bis der richtige Partner gefunden ist, so das Ergebnis einer Studie des deutschen Steuerberatungsverbandes. Die Gründe für Unzufriedenheit und den Wechsel zu einer anderen Kanzlei reichen von zu langer Bearbeitungsdauer und mangelndem Engagement über nicht nachvollziehbare Beratung bis hin zu einem gestörten Vertrauensverhältnis. 

Weitere nützliche Tipps gibt es dann im 2. Teil, wofür wir einen Steuerberater hinzugezogen haben.